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Kurzer Überblick über die Geologie des Odenwalds


Früher wurde der Odenwald einfach in den Sandstein-Odenwald und den Kristallinen-Odenwald eingeteilt. Wer im Odenwald nach Mineralien sucht, stellt sich immer wieder die Frage, warum sind keine größeren Lagerstätten zu finden? Wenn man sich aber die geologische Geschichte des Odenwaldes vergegenwärtigt, erkennt man die Ursachen.

Der Odenwald vereinigt morphologisch in sich recht verschiedene Elemente. Im östlichen Teil findet man Hochflächen und breite, flache Bergrücken, die durch wenige, tief eingeschnittene Täler getrennt sind. Nach Westen und Süden ist das Land geologisch leicht durch Neckar und Rhein abgrenzbar. Im Norden verlieren sich die Grenzen zum Maintal hin, im Osten gegen die Muschelkalklandschaft des Baulandes. Im Westen ist die Grenze durch den Randverlauf des Oberrheingrabens klar vorgezeichnet. Die geologischen Grundeinheiten sind: kristallines Grundgebirge, Deckgebirge des Buntsandsteins und das Rotliegende im Nördlichen Vorland. Das kristalline Grundgebirge ist der geologisch älteste Teil. Im Westen, Nordwesten und Norden sind die hier einstmals vorhandenen Deckschichten im Laufe geologischer Zeiträume abgetragen worden.

Im Osten und Südosten dagegen ist das Deckgebirge aus der Buntsandsteinzeit noch vorhanden. Im Norden taucht das Grundgebirge zwischen Rheinheim und Darmstadt unter die Rotliegenden-Schichten der Saar-Saale-Senke. Das bedeutenste, morphologisch am stärksten hervortretende Element ist die Randverwerfung im Westen, die Grenze des kristallierten Grundgebirgssockels gegen den Rheingraben. Eine alte, schon paläozologische Schwachzonen der obersten Erdrinde , die Otzbergzone, trennt ihn in einen westlichen Teil, den Bergsträßer Odenwald, der von eindeutigen variskischen SW-NW Strukturen geprägt ist und in einen östlichen, der nach Gefüge und Alter von ihm unterschiedlich ist, den Böllsteiner Odenwald. Vom Präkambrium (ca. 570 Mill.Jahre) ist nur die Böllsteiner Kuppe mit seiner erzbergisch streichenden Faltung resistent und auch während des Karbons unberührt geblieben. Der Rumpf des kristallinen Grundgebirges ist im Karbon (ca.350 Mill. Jahre) entstanden, gleichzeitig mit den Vogesen, dem Schwarzwald und Spessart.

Bei der variskischen Gerbirgsbildung wurden die ältesten Gesteine überprägt und von Magmatiten durchdrungen, im Odenwald in der Reihenfolge: Gabbro, Diorit, Granit.




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